Ein Leitfaden zu technischem SEO für SaaS-Plattformen
Beitrag von
SaaS Hackers
„Technisches SEO“ … allein dieser Begriff genügt, um jedem Marketingstrategen und jedem SaaS-Unternehmer einen Schauer über den Rücken laufen zu lassen.
Vielleicht denken Sie dabei an endlose Tabellen, extrem komplexe technische Abläufe und ausufernde, schier endlose Zeilen unverständlichen Codes.
Möglicherweise haben Sie sogar schon von „Spidern“ gehört, die sich in den dunklen Tiefen des Internets durch Websites kämpfen …
Aber so schlimm ist es nicht. Versprochen.
Wenn Sie technische SEO-Strategien beherrschen, und das ist gar nicht so schwer, haben Sie VIEL bessere Chancen, Ihr SaaS-Unternehmen wachsen zu lassen, mehr Traffic zu gewinnen und ein nachhaltigeres Geschäft aufzubauen.
In diesem Leitfaden zeige ich Ihnen, worum es beim technischen SEO geht und wie Sie dabei erfolgreich sind.
Was ist technisches SEO?
Technische Suchmaschinenoptimierung ist das unscheinbare, pragmatische Geschwister des klassischen SEO. Der Bernie Taupin zu Elton John. Der Robin zu Batman. Doktor Watson zu Sherlock Holmes.

Sie steht vielleicht nicht im Rampenlicht, aber ihre Arbeit ist genauso wichtig.
Technisches SEO setzt auf Maßnahmen wie Crawling, Indexierung und URL-Struktur, damit Ihre Website technisch einwandfrei funktioniert. Es umfasst alles, was im Hintergrund abläuft und wovon Ihre Besucher nie etwas mitbekommen.
Warum sollten wir uns darum kümmern? Ganz einfach: Google (und andere Suchmaschinen) stellt Anforderungen an Websites. Ist Ihre Seite technisch nicht in Ordnung, straft Google sie ab und Ihre Rankings in den Suchergebnissen leiden.
Beim technischen SEO geht es darum, Ihre Website technisch auf Vordermann zu bringen, damit sie die Anforderungen von Google erfüllt und in den Suchergebnissen Ihrer Zielgruppe weit oben erscheint.
Warum ist technisches SEO für SaaS-Plattformen wichtig?
Technisches SEO ist ein unverzichtbarer Bestandteil der SEO-Gesundheit Ihrer Website. Wenn Sie hier gut aufgestellt sind, ranken Sie für die Suchbegriffe Ihrer Zielgruppe höher und mehr Traffic landet auf Ihren Seiten.
Für SaaS-Unternehmen ist das entscheidend. SaaS, besonders B2B SaaS, gehört zu den Branchen, in denen Information wirklich zählt.
Sie können nicht erwarten, dass Interessenten Ihr Angebot kaufen, nachdem sie nur eine Anzeige oder einen Blogbeitrag gesehen haben. Sie müssen mit hochwertigen, nützlichen Inhalten kontinuierlich auf deren Radar auftauchen, und dafür braucht es eine solide SEO-Strategie.
Technisches SEO ist ein wichtiger Teil einer umfassenden SaaS-SEO-Strategie, die organischen Traffic auf Ihre Website lenkt, eine größere Zielgruppe potenzieller Nutzer erreicht und Ihr Unternehmen nachhaltig wachsen lässt.
So gelingt technisches SEO
Nachdem wir uns angesehen haben, warum technisches SEO für Multi-Tenant-SaaS-Unternehmen so nützlich ist, zeige ich Ihnen nun, wie Sie es richtig umsetzen.
Beginnen wir mit einigen der wichtigsten Faktoren des technischen SEO: was sie bedeuten und warum sie wichtig sind.
Ladegeschwindigkeit verbessern
Die Ladegeschwindigkeit ist einer der wichtigsten Faktoren, die Google beim Ranking Ihrer Seite berücksichtigt. Lädt Ihre Website langsam oder unzuverlässig, wirkt sich das negativ auf Ihre SEO-Performance aus.
Außerdem schadet es dem Geschäft: 83 % der Website-Besucher erwarten, dass die Seite in höchstens 3 Sekunden lädt. Dauert es länger, riskieren Sie, dass sie die Seite verlassen, bevor sie Ihre Inhalte überhaupt sehen.
Wie machen Sie Ihre Website also blitzschnell? Dafür gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel:
- Bildgrößen optimieren und Dateien komprimieren, damit sie kleiner, niedriger aufgelöst und schneller geladen sind
- Den Einsatz von Skriptelementen, die von externen Quellen geladen werden, begrenzen
- Ein Content Delivery Network (CDN) nutzen
- Website-Caching einsetzen, damit Ihre Seiten nicht jedes Mal von Grund auf neu geladen werden müssen

XML-Sitemap erstellen
Eine XML-Sitemap ist eine Sammlung aller URLs Ihrer Website. Da alle diese Informationen in einer Datei gebündelt sind, kann Google Ihre Seiten leichter crawlen und indexieren. Das verbessert die Suchleistung und hilft Ihnen, höher zu ranken.
Mit Tools wie Yoast können Sie Ihre XML-Sitemap erstellen und sie in Ihrem Google-Search-Console-Konto hinterlegen, damit sie leichter gefunden wird. Denken Sie daran, jede Seite aufzunehmen, die Besucher sehen sollen.
Duplicate Content entfernen
Wenn Ihre Website voller doppelter Inhalte ist, die das Internet nur zumüllen, ist Google davon nicht begeistert. Dabei bedeutet „doppelt“ nicht nur eine exakte Kopie: Auch viele sehr ähnliche SEO-Inhalte werden abgestraft.
Die naheliegendste Lösung ist, stets auf originelle, einzigartige und hochwertige Inhalte zu achten. Inhalte können aber auch auf andere Weise doppelt entstehen, etwa wenn Seiten automatisch angelegt werden. Wenn Sie auf Ihrer Website Duplicate-Content-Probleme finden, löschen oder überarbeiten Sie die betroffenen Inhalte am besten. Mit einem Online-Tool wie Siteliner können Sie doppelte Inhalte aufspüren.
Funktioniert die Website auf dem Smartphone?
Google möchte, dass Nutzer Websites auf jedem beliebigen Gerät aufrufen und nutzen können. Deshalb bevorzugt Google Seiten, die sowohl auf mobilen Geräten als auch am Desktop gut funktionieren.
Die Sichtbarkeit in Suchmaschinen ist nicht der einzige Grund, warum Sie sich um die mobile Optimierung kümmern sollten: Erstaunliche 9 von 10 Menschen greifen heute über ein mobiles Gerät auf das Internet zu. Die meisten Website-Baukästen sind heute auf mobile Darstellung ausgelegt. Halten Sie sich dort einfach an die Richtlinien und Best Practices.
Achten Sie darauf, dass Ihre Bilder die richtige Größe haben, Buttons und Text für kleinere Touchscreens geeignet sind und Ladezeiten und Nutzererlebnis stimmen.
Interne Verlinkung nutzen
Interne Links sind Verlinkungen zwischen Ihren eigenen Seiten. Sie sollten logisch und geordnet gesetzt sein, sodass Seiten auf ähnliche Inhalte verweisen und Nutzer sich leichter auf Ihrer Website zurechtfinden und das Gesuchte entdecken. Google schätzt das.
Das gehört zu einem größeren Konzept, der Website-Architektur. Sie beschreibt im Kern, wie Ihre Website aufgebaut ist und wie die einzelnen Teile zusammenspielen. Google bevorzugt es, wenn Ihre Seiten sinnvoll miteinander verbunden sind.
Eine gängige Strategie sind Pillar Pages: umfangreiche Seiten, die ein breites Thema behandeln. Dazu erstellen Sie kleinere Seiten zu speziellen Unterthemen und verlinken sie von der Pillar Page aus.
Defekte Links beseitigen
Viele defekte Links in Ihren Blogbeiträgen und anderen Inhalten kommen bei Google gar nicht gut an. Das wirkt schlampig, nervt Ihre Besucher und deutet darauf hin, dass Ihre Website schlecht gepflegt und unorganisiert ist.
Die gute Nachricht: Defekte Links lassen sich recht einfach finden, zum Beispiel mit diesem kostenlosen Tool von Ahrefs. Danach müssen Sie nur noch jeden toten Link reparieren, um bei Google wieder gut dazustehen.
Sicherheit verbessern
Es gibt viele, viele Gründe, die Sicherheit Ihrer Website ernst zu nehmen. Eine sicherere Website schützt Sie und Ihre Nutzer vor der erschreckenden Menge an raffinierten Cyberrisiken und ist obendrein gut für SEO.
Ein Punkt, auf den Sie achten sollten: Ihre Website sollte HTTPS verwenden. Das signalisiert Nutzern, dass Ihre Seite seriös und vertrauenswürdig ist, und zeigt Google, dass Sie Sicherheit ernst nehmen. Wenn Ihre URL nicht mit HTTPS beginnt, müssen Sie ein sogenanntes SSL-Zertifikat beantragen, das Ihre Website durch die Verschlüsselung des Datenverkehrs zusätzlich absichert.
Robots.txt verwenden
Jetzt wird es etwas technischer. Robots.txt-Dateien sind trotz des aufregenden Namens in der Theorie recht einfach: Es sind Dokumente, die Google im Wesentlichen Anweisungen geben, wie Ihre Website gecrawlt und indexiert werden soll.
Das ist nützlich, weil es hilft, typische Probleme wie Duplicate Content zu vermeiden, und den Zugriff auf bestimmte Bereiche Ihrer Website beschränkt. Es erfordert allerdings etwas Programmierkenntnis. Mehr dazu finden Sie in diesem Leitfaden.
Legen Sie los und meistern Sie technisches SEO
Für SaaS-Plattformen ist technisches SEO nichts, was Sie einfach übergehen können.
Es ist die trockene, unspektakuläre, aber unverzichtbare Arbeit, die Sie leisten müssen, wenn Ihre Website in den Google-Suchergebnissen weit oben erscheinen und Ihnen viel schönen organischen Traffic bringen soll.
Auch wenn manche Elemente des technischen SEO etwas einschüchternd wirken, ist es gar nicht so kompliziert, und Sie brauchen kein Team von Technikzauberern, damit es funktioniert. Halten Sie sich an die Best Practices, bleiben Sie dran und verfolgen Sie eine klare Strategie.
FAQ: Technisches SEO für SaaS-Unternehmen
Was ist technisches SEO?
Technische Suchmaschinenoptimierung umfasst die Arbeiten „hinter den Kulissen“, die nötig sind, damit Google Ihre Website korrekt indexieren kann. Sie zeigt den Bots der Google-Suchmaschine im Kern, dass Ihre Website gut organisiert und technisch einwandfrei ist, schlechte Nutzererlebnisse vermeidet und es verdient, in den Suchergebnissen weit oben zu stehen.
Wie führt man technisches SEO durch?
Technisches SEO ist ein vielschichtiger Prozess, der mehrere Ansätze und unterschiedliche Fähigkeiten erfordert. Zu den typischen Maßnahmen gehören eine schnellere Website, optimierte Bilder und Dateien, mehr Sicherheit und die Sicherstellung, dass Ihre Seiten auf mobilen Geräten gut funktionieren.
Ist technisches SEO schwierig?
Technisches SEO kann anfangs schwierig wirken, doch die Grundlagen sind nicht schwer umzusetzen. Die fortgeschritteneren Bereiche des technischen SEO erfordern speziellere Fähigkeiten.
Erfordert technisches SEO Programmierkenntnisse?
Einige Bereiche des technischen SEO, etwa robots.txt-Dateien, erfordern gewisse Programmierkenntnisse. Andere Aufgaben lassen sich auch ohne Programmierhintergrund gut erledigen.
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SaaS Hackers


