Wie SaaS-Software vertrieben wird
Beitrag von
SaaS Hackers
Software as a Service (SaaS) ist eine Form der Softwarebereitstellung, bei der Anwendungen von einem Anbieter extern gehostet und Kunden über das Internet zur Verfügung gestellt werden. Hier erfahren Sie im Detail, wie SaaS-Software vertrieben wird, mit Beispielen und Links.
Bereitstellungsmethoden
1. Cloud-Hosting
SaaS-Anwendungen werden in der Regel in der Cloud gehostet. So können Nutzer von jedem Gerät mit Internetzugang auf die Software zugreifen. Cloud-Hosting-Anbieter wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform betreiben die Infrastruktur und sorgen für hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit.
- Beispiel: Salesforce nutzt Cloud-Hosting, um seine CRM-Lösungen weltweit für Unternehmen bereitzustellen.
2. Webbasierter Zugriff
Nutzer greifen über einen Webbrowser auf SaaS-Anwendungen zu. Aufwendige Installationen oder IT-Wartung auf einzelnen Geräten entfallen. So können Nutzer bequem von verschiedenen Geräten und Standorten aus auf die Software zugreifen.
- Beispiel: Google Workspace (früher G Suite) bietet webbasierte Tools wie Gmail, Google Docs und Google Drive.
3. Abonnementmodell
SaaS wird meist im Abonnement angeboten, monatlich oder jährlich. Bei diesem Modell zahlen Kunden für die Software entsprechend ihrer Nutzung, statt zu Beginn eine hohe Investition zu tätigen. Abonnements umfassen häufig Updates und Support.
- Beispiel: Adobe Creative Cloud bietet seine Suite an Kreativtools im Abonnementmodell an.
4. API-Integrationen
SaaS-Plattformen stellen häufig APIs (Application Programming Interfaces) bereit, über die sie sich mit anderen Softwareanwendungen verbinden lassen. So können Unternehmen ihre Workflows optimieren und den Funktionsumfang ihrer bestehenden Systeme erweitern.
- Beispiel: Slack stellt APIs bereit, um seine Messaging-Plattform mit anderen Anwendungen zu integrieren.
5. Multi-Tenancy-Architektur
SaaS-Anwendungen nutzen häufig eine Multi-Tenancy-Architektur, bei der eine einzelne Instanz der Software mehrere Kunden bedient. Die Daten jedes Kunden sind voneinander getrennt und gesichert, die Kunden teilen sich jedoch dieselben Anwendungsressourcen. Das macht den Betrieb für Anbieter kosteneffizient.
- Beispiel: Zendesk setzt auf Multi-Tenancy, um seine Kundenservice-Software für zahlreiche Kunden bereitzustellen.
6. Automatische Updates
Die Anbieter übernehmen Updates und Wartung der Software und liefern neue Funktionen und Sicherheitspatches automatisch aus. So haben Nutzer stets Zugriff auf die aktuelle Version, ohne Updates manuell installieren zu müssen.
- Beispiel: Microsoft Office 365 aktualisiert seine Anwendungen automatisch auf die neuesten Versionen.
Vertriebskanäle für SaaS
1. Direktvertrieb
Anbieter können direkt über ihre Vertriebsteams an Kunden verkaufen. Diese Methode wird häufig bei SaaS-Lösungen für Großunternehmen genutzt, die einen persönlicheren Vertriebsansatz und individuelle Anpassungen erfordern.
- Beispiel: Salesforce setzt bei seinen CRM-Lösungen auf Direktvertrieb.
2. Online-Marktplätze
SaaS-Anwendungen können über Online-Marktplätze wie den AWS Marketplace, den Microsoft Azure Marketplace und den Google Cloud Marketplace vertrieben werden. Auf diesen Plattformen können Kunden SaaS-Produkte einfach finden, vergleichen und kaufen.
- Beispiel: AWS Marketplace listet verschiedene SaaS-Anwendungen für Unternehmen auf.
3. Reseller und Partner
Anbieter können beim Vertrieb ihrer Software mit Resellern, Systemintegratoren und anderen Partnern zusammenarbeiten. Diese Partner helfen, eine größere Zielgruppe zu erreichen, und bieten zusätzliche Mehrwertleistungen.
- Beispiel: HubSpot arbeitet mit Agenturen zusammen, um die Reichweite seiner Marketing-Software zu erhöhen.
4. Freemium-Modell
Viele SaaS-Anbieter setzen auf ein Freemium-Modell: Eine Basisversion der Software ist kostenlos, erweiterte Funktionen gibt es in kostenpflichtigen Abonnements. So können Nutzer die Software ausprobieren, bevor sie sich zum Kauf entscheiden.
- Beispiel: Dropbox bietet ein Freemium-Modell mit begrenztem Speicherplatz für kostenlose Nutzer und zusätzlichen Funktionen für zahlende Kunden.
5. Testzeiträume
Kostenlose Testversionen sind eine verbreitete Strategie, um neue Kunden zu gewinnen. Interessenten können den vollen Funktionsumfang der Software für einen begrenzten Zeitraum testen, meist 14 oder 30 Tage, bevor sie sich für ein Abonnement entscheiden.
- Beispiel: Asana bietet für seine Projektmanagement-Software einen kostenlosen Testzeitraum an.
6. Empfehlungsprogramme
Empfehlungsprogramme motivieren bestehende Kunden, neue Nutzer für die SaaS-Anwendung zu werben. Häufig erhalten sowohl der Empfehlende als auch der neue Kunde Anreize, etwa Rabatte oder Guthaben.
- Beispiel: Dropbox hat ein Empfehlungsprogramm, das Nutzer für jede Empfehlung mit zusätzlichem Speicherplatz belohnt.
Fazit
Der Vertrieb von SaaS-Software nutzt die Flexibilität und Skalierbarkeit der Cloud und macht sie für Nutzer leicht zugänglich und bequem. Dank webbasiertem Zugriff, Abonnementmodellen und Integrationsmöglichkeiten können SaaS-Anbieter ihre Anwendungen effizient bereitstellen. Verschiedene Vertriebskanäle wie Direktvertrieb, Online-Marktplätze und Freemium-Modelle helfen dabei, eine breite Zielgruppe zu erreichen und das Wachstum zu fördern.
Beitrag von
SaaS Hackers


